Neue Harmonien steigen langsam auf

Fortsetzung von Q’uos Botschaft vom 21. November 2015

Es scheint uns, meine Freundinnen und Freunde, dass der zweite Weg der nützlichere für jene ist, die das Herz öffnen möchten, aber wir werden zugeben, dass der zweite Weg, in vielerlei Hinsicht, eine größere Herausforderung ist, weil er erfordert, dass ihr diese Anteile des Selbst aufnehmt – jene Anteile eurer eigenen Persönlichkeit, die gelernt haben, die Schatten zu lieben, und gelernt haben, von den Schatten aus zu sprechen –  und [ihr] diese Anteile [einen] Teil von euch selbst nennt, diese Anteile des Selbst als Teil von euch selbst anerkennt, diese Anteile des Selbst, die euch jetzt unannehmbar erscheinen, als, in der Tat, annehmbar annehmt.

Nun, das soll nicht heißen, dass ihr nun geneigt seid, die kleinen boshaften Teufelchen zu zelebrieren, die innerhalb eurer Persönlichkeit weilen; das soll nicht heißen, dass ihr eine dieser streunenden Dunkelheiten, die doch in euch wohnen, als ein Prinzip eurer zukünftigen Entwicklung umarmen möchtet, sondern es soll sagen, dass diese Stimmen, die in Schmerz aussprechen, Stimmen sind, die auch Liebe benötigen. Sie sind Stimmen, die bitten, nicht harsch verurteilt zu werden, sondern dass ihnen ein Raum gegeben wird, eine Anhörung gegeben wird, ihnen erlaubt wird, ihre Qualen auszusprechen, sodass, wenn das Echo dieser Schmerzschreie letztendlich ausstirbt, die Stimmen anfangen können, auf eine tiefere Quelle zu blicken, und dort entdecken, dass es verschiedene Formen von Ausdruck gibt, die beginnen ihnen zur Verfügung zu stehen, sodass in diesem Chor von Stimmen, der jedes Selbst ist, neue Harmonien gesehen werden können, die langsam, und wir betonen diesen Punkt – langsam aufsteigen.

Eine Studie zur Praxis der Herzöffnung anfertigen

Der Entschluss, das Herz zu öffnen, muss Wurzeln im Geist fassen, denn der Geist ist das Original des Geist/Körper-Komplexes, aber kein Geist kann sich selbst gezeigt werden ohne dieses Prinzip von Manifestation, das der Körper genannt wird. Wenn der Geist in seinem Herzen entschlossen ist, diese Einschränkungen, die er gehalten hat, frei zu lassen, ist der Körper nur zu glücklich dem nachzukommen, und leitet dem Herz eine Freude von Freilassung der Spannung zurück, die es, ach, so lang in Schach gehalten hat.

Diese Erfahrung von Öffnung des Herzens kann sehr langsam kommen, oder sie kann manchmal in großer Eile kommen. Wir finden, dass wenn die Erfahrung zu plötzlich ist, dann kann sie manchmal zu einer Art Reaktion oder Rückprall führen, die den Effekt hat, dass sich das Herz im weiteren Verlauf wieder schließt. Deshalb ist es gut, meine Freundinnen und Freunde, eine eigene Studie der Praxis der Öffnung des Herzens anzufertigen, dass sie etwas Nachhaltiges bedeuten möge. Ein zuverlässig offenes Herz ist eine Quelle für Suchende wie keine andere, denn es ist die Plattform, auf der alle weitere Arbeit einer positiven Art unternommen werden kann. Dieser Akt der Akzeptanz, von Selbst durch Selbst, und von Welt durch Selbst, und das Gefühl, vom Selbst und der Welt akzeptiert zu werden, ermöglichen der stärker strahlenden Aktivität damit zu beginnen, manifestiert zu werden.

Eine Person mit einem offenen Herzen ist, in eurer Welt, ein seltener Juwel, aber ein Juwel jenseits jeden Preises. Meine Brüder und Schwestern, wir anempfehlen euch dem Projekt der Öffnung des Herzens, denn es ist eine Verschönerung der ganzen Schöpfung, wenn ihr dies tut.

Q’uo, am 17. Oktober 2015

Dem kosmischen Wind ermöglichen durch das Herz zu blasen

Je mehr man lernt, Freude als eine Konsequenz, von lediglich der eigenen Fähigkeit zu hoffen, zu erwarten, desto mehr kann man diesen Herzmuskel entspannen, desto mehr kann man zulassen, dass ein Annehmen auf dem nächsten aufbaut, bis das Herz sich als ein Empfangsorgan für die Ebbe und Flut von kosmischer Energie innerhalb des individuellen Selbst empfindet. Dies ist ein erfrischender Fluss für das Selbst, das sich zu lange beschränkt gefühlt hat – sowohl von außerhalb, durch das schwere Gewicht von gesellschaftlichem Urteil, als auch von innen durch das Gewicht von unverarbeiteter und scheinbar nicht zu verarbeitender Erfahrung. Wenn diesem, sagen wir, kosmischen Wind ermöglicht wird, durch das Herz zu blasen, und das Herz selbst lernt, die Rhythmen des Universums auszudrücken, kann das Universum immer stärker als im Inneren liegend entdeckt werden, und immer weniger muss sich das individuelle Selbst dann als Etwas fühlen, das sich selbst durch Widerstand zu dem, was außen liegt, erhalten muss. 

Q’uo am 17. Oktober 2015

Das Herz ist das Organ der Akzeptanz

Und so wird die Öffnung des Herzens nicht immer in einem Zustand absoluter Freude unternommen. Die Öffnung des Herzens wird dem Selbst oft zeigen, was das Selbst sich nicht einzugestehen in der Lage war, dass es dies [in sich] trägt; den Schmerz und Kummer oder Sorgen. Die Heilung von Kummer ist jedoch etwas, was nur das Herz selbst schaffen kann. Man kann den Kummer der Seele nicht heilen, indem man den korrekten Gedanken denkt, nicht mehr als man ein beschädigtes Herz durch einen bestimmten Akt der Kognition[1] heilen kann.

Das Herz ist das Organ der Akzeptanz. Es öffnet das Tor zu einer Welt, die in ihrem Kern liebevoll ist, aber wir werden sagen, dass es, in dieser Liebe, viele Schichten von dem gibt, was ihr als Emotion erfahrt, und die Emotion erscheint nicht immer sofort von einer liebenden Natur zu sein oder von der Natur zu sein, die zu einem weiteren Öffnen des Herzens ermutigt.

[1] der Wahrnehmung, des Erkennens

Ein heilendes Herz reicht heilend zur Welt hinaus

… Deshalb können die ersten und frühen Blicke in diese riesige Weite, welche die Öffnung des Herzens diesem Blick bietet, zu einem Gefühl von Hoffnungslosigkeit führen, einem Gefühl von Verzweiflung sogar, dass es so viel zu tun gibt und so wenige Mittel, um das Tun zu unternehmen. Wir bitten euch, verzweifelt nicht, denn Leben um Leben habt ihr auf diese Arbeiten geblickt. Die Tatsache, dass ihr euch nun sogar in der Lage befindet, die Weite zu sehen, die sich vor euch öffnet, ist schon ein Anzeichen dafür, dass ihr bereit seid, den Job zu unternehmen, sozusagen.

Die Öffnung des Herzens ist eine sehr einfache Angelegenheit. Sie baut auf auf einer Handlung des Annehmens zu einem jeweiligen Zeitpunkt. Die Handlung des Annehmens findet immer im Moment statt. Alles, was ihr in dem Moment tun könnt, ist, zu akzeptieren, was dieser Moment anzubieten hat. Alles, was ihr im Moment tun könnt, ist, den Moment zu grüßen. Und im Moment liegt Liebe. Und im Moment liegt die Antwort auf die Frage: „Wie kann ich möglicherweise weitermachen?“ Sehr oft, meine Freunde, kann man in den allergrößten Extremen von scheinbar überwältigendem Katalyst die benötigten Ressourcen finden.

Der Moment enthält Liebe

Ein kleiner Akt der liebenden Annahme, das ist der Schlüssel. Ein Akt der Annahme öffnet eine kleine Tür – und diese Tür führt zu einer weiteren, die wiederum durch Annehmen geöffnet werden kann. Und auf diese Weise baut Akzeptanz auf Akzeptanz auf, und in kleinen Schritten werden dieser Kummer, den man aufgebaut hat, diese Schwierigkeiten, die man weggeschlossen hat, geheilt. Ein heilendes Herz ist ein Herz, das beginnt die Fähigkeit zu zeigen, hinauszureichen in die Welt – auf eine Weise, die auch diese Welt heilt.

Wir sagen nicht, dass dies einfache Arbeit ist, meine Freunde. Im Gegenteil, es ist unzweifelhaft die schwierigste Arbeit, die ihr jemals tun werdet. Aber um genau diese Arbeit zu tun, seid ihr inkarniert.

Lieben setzt den Prozess der Öffnung des Herzens in Gang

Zu lieben ist eine Tätigkeit, die einen Prozess der Öffnung des Herzens in Gang setzt. Das Herz ist eine Dimension des Seins, welche dazu neigt, genau durch die Panzerung ausgeschlossen zu werden, die als ein Mittel entwickelt wurde, um den Katalyst abzuwehren, von dem man empfindet, dass man ihn nicht verarbeiten kann, und zu lernen, wie man mit anderen Selbsten auf eine solche Weise umgeht, dass man für ihre Handlungen nicht angreifbar ist, die diese sehr fragile und kristalline Struktur, welche das unerfahrene Selbst ist, zerstören könnten.

An dem Punkt, an dem man findet, dass es möglich zu sein beginnt, die Deckung fallen zu lassen und das zu akzeptieren, was, für die ganze Welt, inakzeptabel zu sein scheint, dort befindet sich der Punkt, an dem man die Öffnung des Herzens in Betracht ziehen mag.